Frank als Pate für diesen Thementag konnte zunächst unter drei Themen für diesen Tag wählen. Er hat sich für das Thema Nachtfotografie entschieden, eines seiner fotografischen Lieblingsthemen.

Zunächst musste mal ein Termin gefunden werden. Am eigentlich vorgesehenen Termin konnten viele Fotofreunde nicht. Eine Doodle Umfrage ergab dann den Termin eine Woche vorher, da dort mit 5 Teilnehmern (Klaus, Andi, Darko, Bircan, Frank) die größte Übereinstimmung gegeben war. Als Ort für die Nachtfotografie entscheidet sich Frank für Radolfzell, da es hier rund um die Altstadt sicher viele schöne stimmungsvolle Motive zu dem Thema gibt.

Wir treffen uns also am 17. September um 18 Uhr in unserem Stammlokal im goldenen Engel in Radolfzell. Bircan kann leider kurzfristig doch nicht dabei sein. Wir sind also nur zu viert. Es ist noch zu hell für Nachtfotografie. So beginnen wir mit einem gemütlichen Abend im Engel bei Essen und Trinken und tauschen uns aus. Es gibt viel zu erzählen, die letzten beiden Stammtische sind urlaubsbedingt ausgefallen und wir haben uns lange nicht mehr gesehen. Bis etwa 20 Uhr 30 sitzen wir beisammen bis wir uns zum eigentlichen Zweck des Treffens aufmachen. Jeder packt also seinen Kamerarucksack und das Stativ und wir gehen zunächst durch die Seestraße zum „grünen Winkel“. Dieser Platz, der bei Tageslicht sehr schön ist, ist leider in der Nacht nicht so stimmungsvoll. Also weiter geht es zum Obertor. Hier bauen wir zum ersten Mal unsere Stative auf. Mitten auf der Straße. Von hier hat man den besten Blick zum Münster vorbei am Hotel Kreuz mit seinem Biergarten.

Pssst, Klaus hat mich gebeten es nicht weiter zu erzählen, aber wir sind hier ja unter uns und ich glaube ihr könnt auch alle schweigen wie ein Grab, deswegen will ich erzählen, was Klaus hier passiert ist:
Klaus hat eben vermeintlich eine Langzeitbelichtung fertig gestellt und will das nächste Bild machen. Dummerweise will plötzlich seine Kamera nicht mehr so wie er will. Sie entwickelt ein Eigenleben und man hört in regelmäßigen Abständen den Verschluss seiner Kamera, obwohl ER gar nicht den Auslöser betätigt. Wir sind alle recht ratlos, was das sein könnte. Frank macht einen Witz und sagt, dass die Nikon von Klaus beleidigt ist, weil er auch eine Sony Kamera mitgebracht hat. Alle außer Klaus lachen. Darko macht den Vorschlag, den Akku mal herauszunehmen und fragt, ob der Akku vielleicht leer sein könnte. Klaus nimmt also mal den Akku raus, macht ihn wieder rein und trotzdem beginnt die Kamera wieder mit Ihrem Eigenleben. Frank will auch noch was Konstruktives vorschlagen und sagt, vielleicht liegt es am Objektiv bzw. den Kontakten zur Kamera. Klaus nimmt also auch mal das Objektiv ab und montiert es wieder. Aber wieder das geisterhafte Klicken. Kein Wunder, wenn dann solche Bilder dabei herauskommen.

Die Kamera macht diese Spielchen sowohl mit also auch ohne montierten Hochformatgriff. Wir wissen nicht mehr weiter. Klaus schaltet die Kamera noch mal aus, macht den Kabelfernauslöser ab und schaltet sie wieder ein. Jetzt endlich verhält sie sich wieder normal.
Klaus: “Der einzige Unterschied zu vorhin ist, dass ich jetzt den Kabelfernauslöser abgemacht habe“. Wir alle 4: „Auf welcher Stellung steht denn der Auslöseknopf?“
Das war des Rätsels Lösung. Der Auslöseknopf war natürlich noch eingerastet. Damit war auch klar, woher das seltsame Verhalten kam. Klaus war wohl sehr erleichtert, dass seine Kamera nicht defekt ist.

Wir sind weiter gegangen zum Marktplatz direkt neben dem Münster. Der heilige Ratoldus und das Münster mit Rathaus sind unsere weiteren Motive. Andi und Darko experimentieren ein wenig mit Lichtmalerei. Andi will eine Leuchtkugel versuchen, indem er eine Taschenlampe in einem 180 Grad Bogen vom Boden zum Himmel schwenkt und sich nach jedem Schwenk ein Stück weit um seine eigene Achse dreht. Der Versuch misslingt. Der Marktplatz ist dafür zu hell erleuchtet.

Unser nächster Standort wird die Hafenmole. Hier sind unsere Motive die Platanen Allee, der Bootshafen und natürlich El Ninjo (der Arme kann heute Nacht nicht schlafen, weil wir ihn ständig mit unseren Taschenlampen blenden).

So vergehen 2,5 Stunden wie im Flug. Wir haben unsere Bilder im Kasten und entscheiden uns, noch auf einen Absacker in den Engel zu gehen. Leider machen sie dort gerade Feierabend, als wir dort ankommen. Schade. Trotzdem, es war ein schöner Abend mit gemütlichem Beginn und hoffentlich ein paar stimmungsvollen Bildern. Wir verabschieden uns und machen uns auf den Heimweg.